|
|
|
Keimlinge / SprossenFrische Keimlinge sind eine wahre Vitalstoffbombe. Außerdem schmecken sie superlecker, machen satt, sind sehr billig und machen nur wenig Arbeit. Wir haben festgestellt, dass z.B. rauhe Hände und Lippen schlagartig glatt werden, wenn wir nach einer Keimlingpause wieder welche essen. Zuerst wird die Keimsaat in klarem Wasser eingeweicht. Nach dem Einweichen spült man sie gut durch, gibt sie in ein Keimgefäß, stellt sie an einen dunkleren Ort und spült sie 2 x täglich mit klarem, kaltem Wasser gut durch. Damit alle Sprossen gleichmäßig keimen, sollte man sie vor dem Spülen immer vorsichtig durchschütteln, so dass immer mal andere oben liegen. Das regelmäßige Wässern ist sehr wichtig beim Ziehen von Keimlingen. Ist die Keimsaat nämlich einmal mit Wasser in Berührung gekommen, fängt sie an zu keimen. Wenn die kleinen Sprossen nach diesem Start austrocknen, sterben sie und schimmeln. Zum Keimen sollten die Sprossen an einem dunklen Ort stehen. Die Keimdauer beträgt, abhängig von der Umgebung und Temperatur, in der das Keimgefäß steht, 2-4 Tage. Sie sind fertig, wenn der Keim ca. eineinhalb mal so lang ist wie der Durchmesser der Keimsaat. Fertige Sprossen lassen sich bis zu 2 Wochen in einem verschlossenen Gefäß im Kühlschrank aufbewahren. Vor dem Abfüllen in ein Gefäß dürfen sie nicht mehr gespült werden. Sie sind sonst zu feucht und anfällig für Schimmelbildung. Am besten gelingen Keimlinge in Keimgefäßen, die in einer Halterung schräg zu stellen sind. So kann das überschüssige Wasser gut ablaufen. Schimmel bildet sich daher in ihnen sehr selten. Wir bevorzugen die Keimgefäße von Granovita, die aus einem großen, transparenten Gefäß mit größeren Löchern, einem kleineren, gelben Schraubaufsatz mit ganz kleinen Löchern und einer grünen Unterschale bestehen. In ihnen kann man im transparenten Gefäß große Mengen an größerer Keimsaat wie Hülsenfrüchte und Bockshornklee ansetzen. Kleine Keimsaaten füllt man in den gelben Schraubaufsatz. Lediglich der Mohn ist auch hierfür zu fein. Zum Spülen braucht man diese Gefäße gar nicht zu öffenen. Man hält das Gefäß einfach mit den großen Löchern nach oben unter fließendes Wasser und läßt sie danach noch ein wenig abtropfen. Diese Gefäße gibt es nur im Reformhaus. Sie sind zwar aus Plastik aber die praktischsten, die wir bislang gefunden haben.
HülsenfrüchteSamenSpezielle KeimsaatenGetreide
HülsenfrüchteGrüne Erbsen, Kichererbsen, Mungbohnen und Linsen, die im Naturkostladen zum
Kochen angeboten werden, kann man gut zum Keimen verwenden. Auf die schwarzen
"Beluga"-Linsen sollte man verzichten. Es sind immer ein paar Linsen darunter, die
nicht keimen. Die schwarzen Linsen bleiben im ungekeimten Zustand steinhart, was beim
Daraufbeißen schmerzhaft werden kann. Rote Linsen sind geschält und keimen
überhaupt nicht.
SamenSonnenblumenkerne brauchen vor dem Keimen nur 1-2 Stunden eingeweicht zu werden.
Sie schmecken am besten, wenn sie nur einen Tag angekeimt sind. Lässt man sie länger
keimen, beginnen einige Sorten verdorben zu riechen. Das liegt an dem sie umgebenden feinen
Häutchen, welches oxidiert. Feinschmecker entfernen das Häutchen und lassen die
Keimlinge solange keimen, bis sie grüne Blättchen bekommen. Das ist köstlich aber
sehr mühsam!
Spezielle Keimsaaten
GetreideViele Sorten keimen nicht. Und selbst bei den an sich keimfähigen Sorten ist
es oft abhängig von der Charge, ob sie keimen oder nicht.
|
|