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Rohe KonditoreiGrundsätzlichesRezepte
GrundsätzlichesNußmehl oder Kokosraspeln gehören in der Regel zu jedem der Rezepte dazu. Sie sind grundsätzlich untereinander austauschbar, egal was im Rezept steht. So könnt Ihr beispielsweise Euer Aprikosenkonfekt mit Mandeln statt mit Kokosraspeln machen oder die Dattelpralinen in Haselnußraspeln statt in Mandelmehl wälzen. Nußmehle und -raspeln, gleich wo Ihr sie kaufen, sind so gut wie immer erhitzt. Deshalb ist es wichtig, dass Ihr alle Nüsse selber mahlt. Eine einfache, billige, mechanische Nußmühle mit Kurbel (ab ca. 8 Euro zu haben) ist am besten für größeres Mahlgut wie Nüsse, Mandeln und Kokosnüsse geeignet. Kaffee- oder Gewürzmühlen setzt man für kleinere Dinge wie Sonnenblumenkerne oder Sesam ein. Kauft auch Kokosnüsse lieber frisch, als ganze Frucht und raspelt sie selber. Ihr könnt auch gleich mehr Kokosraspel auf Vorrat herstellen und an der Luft bei Zimmertemperatur einige Tage trocknen. Danach halten sie sich sehr lange. In vielen Rezepten wird Johannisbrotpulver benutzt, welches nicht durch andere Dinge
ersetzt werden sollte. Es hat zwei angenehme Eigenschaften: Sein Geschmack erinnert an eine
Mischung aus Schokolade und Karamel. Außerdem geliert es und gibt gemixten Pasten dadurch
eine festere, puddingartige Konsisenz. Der Nachteil: gekauftes Johannisbrot-/Carobpulver ist
meiner Information nach immer erhitzt. Rohköstler sollten es besser nicht benutzen. Besorgt
Euch lieber Johannisbrotschoten (manchmal in Naturkostläden zu bekommen oder fast immer beim
Versand "Orkos"). Schneidet sie der Länge nach auf, entfernet die Kerne, schneidet
sie in Stücke und mahlt sie mit einer Kaffeemühle zu Pulver. Eine mittelgroße
Schote ergibt mindestens einen gehäuften Eßlöffel Pulver.
Trockenfrüchte sind ebenfalls recht universell einsetzbar. Ein Rezept, das Datteln enthält, kann z. B. genauso gut zur Hälfte mit Feigen oder ganz aus Aprikosen gemacht werden. Nehmt einfach die Trockenfrüchte, die Ihr gerade im Hause habt. Man muß sich lediglich überlegen, ob die entsprechende Trockenfrucht auf die gewünschte Weise zu verarbeiten ist. Es gibt zwei Verarbeitungszustände und drei Hauptverarbeitungsarten, die nach Wunsch kombiniert werden können. Verarbeitungszustände:
Verarbeitungsarten:
Wir stellen Euch im folgenden beispielhaft einige Rezepte vor. Mit diesen als Vorlage und den oben stehenden grundsätzlichen Erklärungen sollte es kein Problem für Euch sein, eigene Kreationen zu schaffen. Viel Spaß beim Ausprobieren. Und wenn Ihr uns Eure Lieblingsrezepte zusendet, stellen wir sie gerne auf dieser Seite allen zur Verfügung.
RezepteSaftige DattelbällchenFeste DattelpralinenAprikosenkonfektOsterhasiTortenbodenTortenfüllung für Erdbeer-Mandel-TorteBelag für Zwetschgenkuchen
Saftige Dattelbällchen
200 g Datteln
Datteln entkernen und in ganz kleine Stückchen schneiden. Wenn möglich, Rosinen
ebenfalls ein wenig zerkleinern. Trockenfrüchte einige Stunden einweichen. Nach dem
Einweichen abgießen und gut abtropfen lassen. Früchte mit der geriebenen
Zitronenschale und ca. 6 gehäuften EL Mandelmehl zu einer Masse kneten. Falls die Masse noch
zu flüssig zum Formen ist, weiteres Mandelmehl hinzufügen. Kleine Bällchen formen
und in Mandelmehl wälzen.
Feste Dattelpralinen
Datteln
Entkernte, kleingeschnittene Datteln mit dem Mixstab mixen. Wenn sie einigermaßen zerkleinert sind, die Kokosraspeln zu gleichem Volumenanteil wie die Datteln nach und nach dazugeben und untermixen. Aus der Masse Pralinen in gewünschter Form formen und mit Kokosraspel bestreuen, falls möglich darin wälzen.
Aprikosenkonfekt150 g getrocknete Aprikosen
Aprikosen mehrere Stunden einweichen. Abgießen, Zitronenschale dazugeben und mixen.
Anschließend mit den geriebenen Haselnüssen verkneten. Konfekt formen und in
Kokosraspel wälzen.
Osterhasi30 Datteln
Alle Zutaten durch einen Entsafter oder Fleischwolf geben. Mit den Händen zu einem Teig verkneten. Eine kleine Osterhasen-Backform (ca. 10 cm Höhe) mit Sesam- oder Sonnenblumenöl gut
einfetten. Olivenöl kann man auch verwenden. Der starke Eigengeschmack des Öls kann
jedoch den Geschmack des Osterhasen stören. Eingefettete Backform nicht mit Mandel- oder
anderem Mehl ausstreuen.
TortenbodenDen Tortenboden stellt man am besten hauptsächlich aus Nüssen/Samen/Kokos
her. Ein wenig Johannisbrotpulver kann man zur zusätzlichen Stabilisierung hinzufügen.
Einige Trockenfrüchte sorgen für die gewünschte Süße. Ich benutze
diesen Boden als Basis für fast alle Tortenkreationen.
150 g Mandeln
Mandeln und Sonnenblumenkerne ca. 12 Stunden einweichen. Anschließend
abspülen und gut abtropfen lassen. Datteln entkernen und in Stücke schneiden. Zusammen
mit Mandeln und Sonnenblumenkernen durch den Fleischwolf (Champion, Greenlife, Oscar) drehen.
Danach das Johannisbrotpulver unterkneten.
Tortenfüllung für Erdbeer-Mandel-TorteDie hier angegebenen Mengen sind auf die Mengen des o.g. Tortenbodens abgestimmt. Wenn man eine größere Torte macht, müssen die Mengen dementsprechend angeglichen werden. 300 g frische Erdbeeren
Erdbeeren und Bananen in Stücke schneiden und mit dem Mixstab mixen.
Johannisbrotpulver und geriebene Mandeln untermixen. Füllung auf den Tortenboden verteilen.
Belag für Zwetschgenkuchen
2 Bananen
Der Boden wird gemacht wie unter Tortenboden beschrieben. Der
Rand sollte jedoch nur ca. 1 - 1,5 cm hoch sein.
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